Müssen Designer Ihre Projekte auch programmieren können?
Ich habe neulich eine interessante Debatte auf www.markboulton.co.uk gelesen, in der es darum geht, ob die Designer welche ein Webdesign entwerfen, dieses auch in HTML umsetzen können sollten.
Dies ist eine Frage, welche sicherlich nicht nur in nahezu jeder Klasse von Mediengestaltern schon einmal diskutiert worden ist, sondern auch in einer Vielzahl von Agenturen. Kein Wunder da diese Frage scheinbar durchaus verschiedene Sichtweisen offenlegt, denn die Anzahl der Anbieter, welche die Umwandlung einer Layoutdatei ( wie z.B. PSD ) in valides xhtml umsetzten, steigt und entsprechend auch die Nachfrage.
Besonders selbständige Freelancer sind meist dazu gezwungen die eignen Entwürfe selbst in HTML umzuwandeln. Die von Mark Boulton losgetretene Debatte heizte sich schnell auf Twitter auf, denn die verschiedenen Meinungen zu dieser Frage wurden sehr intensiv vertreten.
Es fielen Äußerungen welche sinngemäß in etwa so viel aussagen wie, das ein Architekt auch nicht das Haus baut welches er entwirft, dieser Vergleich trifft es ziemlich auf den Kopf. Vielleicht beginnen deshalb auch immer mehr Agenturen ihre Designer von dem Programmiertechnischen Anteil des Projektes abzuziehen und diesen eher in die Hände von erfahrenen Programmieren und Webentwicklern zu geben.
Der Vorteil liegt klar auf der Hand, Designer halten sich mit Ideen welche in der Umsetzung umfangreicher sind nicht mehr zurück und haben mehr Zeit um den Designs den letzten Schliff zu geben.
Meiner Meinung nach ist es aber auch wiederrum wichtig, das Designer zumindest einen Bruchteil ihrer Projekte selbst umsetzen, denn so bleiben diese am Puls des Webs und können Innovationen wie aus dem Bereich JQuery oder Ajax effektiv in den Entstehungsprozess einfließen lassen, welches die Qualität des Designs positiv beeinflussen kann. Des weiteren unterstützt diese Arbeitsweise das erweiterte Denken des Webdesigners, welcher bei einem Screendesign stets daran denken könnte, das ja jeder seine Seite so sieht wie er ( das viel zitierte Papierdenken ), jedoch wenn er diese Projekte dann umsetzt, merkt er schnell, dass sich ein Design gewissen Kriterien anpassen muss, wie zum Beispiel Bildschirmauflösung, Browser, Systemschriften, um nur einige wenige zu nennen.
Ob nun Designer ihre Designs selbst umsetzen müssen oder nicht bleibt jedem Unternehmen selbst überlassen und sicherlich ist es in manchen Agenturen notwendig das der Designer selbst mit Hand bei der Programmierung anlegt, wichtig ist stets nur, dass ein Design stets ohne große Sorge um die Umsetzung entworfen werden kann, jedoch die Funktionalität und die Umsetzbarkeit nicht aufgrund des Designs leiden darf.















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