Typolight – Typo3 nur abgespeckt?
Typolight könnte, so wie es der Name vermuten lässt eine „light“-Version des allseits bekannten CMS-Systems Typo3 sein, dies ist es jedoch keineswegs. Es ist richtig, dass sich Typolight am Vorbild des Systems Typo3 orientiert, stellt jedoch ein eigenes CMS-System mit seinen Vor- und Nachteilen dar.
Typolight benötigt wie nahezu jedes CMS-System eine Datenbank und den nötigen Webspace. Der Typolight-Core ist Opensource und stellt damit für Webworker ein neues kostenfreies CMS-System zur Verfügung.
Über die Benutzeroberfläche
Typolight zeigt sich im Backend von seiner sauberen und geordneten Seite, klare Navigationsstruktur und einfache Menüführung prägen die Hauptarbeitsoberfläche des Opensource-CMS-Systems.
Durch die Gliederung in die großen 5 Hauptbereiche von Typolight ermöglicht es einen einfachen Einstieg in das Backend und damit eine schnelle Einstiegsmöglichkeit. Die 5 Hauptbereiche teilen sich auf in Inhalt, Layout, Benutzerverwaltung, System und Benutzerfunktionen.
Inhaltsfunktionen
Typolight kennt um es einfach zu halten zwei verschiedene Inhaltstypen, Seiten und Artikel. Die Seiten werden in der Seitenstruktur angelegt und können beliebig positioniert werden. Großer Vorteil ist hierbei die Klonfunktion mit dessen Hilfe man sämtliche Einstellungen einer Seite kopieren kann und für eine neue Seite verwenden kann.
Die Artikel ermöglichen dem User die Einbindung der eigentlichen Inhalte, standartmäßig bietet Typolight einem nahezu alles was man für die Inhaltserstellung benötigt. Einzelne Inhaltstypen wie Textbereiche, Überschriften, Aufzählungen, Tabellen oder Code-Eingaben sind bereits vorgefertigt und können innerhalb der Artikel selbst positioniert werden. Auch hier wurde die Klonfunktion eingesetzt um die Erstellung von Inhalten zu vereinfachen.
Benutzerverwaltung
Allgemein unterscheidet Typolight in Mitglieder und Benutzer. Währen Benutzer lediglich Funktionen im Frontend ausführen können, können Mitglieder aktiv im Backend arbeiten und dessen Funktionen je nach Rechtevergabe voll ausnutzen.
Für einzelne Benutzer und Mitglieder können entsprechende Gruppen erstellt werden, zu denen dann Benutzer und Mitglieder zugeteilt werden. Dies erleichtert die Konfiguration von neuen Benutzern und Mitgliedern enorm.
Anpassbarkeit
Typolight überzeugt durch seine hohe Anpassbarkeit, durch die Erstellung eigener Module sind dem Programmierer nahezu keine Grenzen gesetzt. Im Prinzip gilt für Typolight, was man in CSS bauen kann, kann auch in Typolight umgesetzt werden.
Erweiterungen
Besonderes Schmankerl ist der im Backend implementierte Erweiterungskatalog, mit dessen Hilfe man sich anhand von Schlagwörtern passende Erweiterungen bequem herunterladen und installieren kann.
Gesamteindruck
Typolight stellt eine optimale Möglichkeit für die Anwendung bei kleineren Homepages dar, jedoch bei verliert man bei größeren Projekten schnell die Übersicht, weshalb diesbezüglich eher zu Typo3 oder Drupal zu raten ist.
















Marcus c. schrieb am 23.5.2010:
Grundlegend ist der Artikel nicht schlecht. Lediglich das Fazit falsch. Mit Drupal eine Website zu entwerfen bedarf es fast einem Diplom ebenso bei typo3.
Gerade bei großen Projekten ist contao/TYPOlight effektiv, da es sich auf das Minimum bzw auf das sinnvolle reduziert und bei Bedarf die Leistung und die Funktionen erweitern kann
Grundsätzlich ist die Wahl des CMS leider inzwischen ein Glaubenskrieg geworden.
Gut recherchiert werden sollte dennoch!
Rolf Moczarski schrieb am 24.5.2010:
Ich muss dazu sagen ich habe mit beiden CMS-Systemen Projekte umgesetzt und sehe auch beide aktiv bei Kunden im Einsatz. Das Problem bei dem Autonormaluser stellt sich so dar, das er bei einer Seitenstruktur über 20-30 Seiten schlichweg den Überblick verliert, wobei man bei Drupal die Möglichkeit hat sich seine eigenen Inhaltstypen zu erstellen und entsprechend ausfiltern zu lassen.
Der Artikel vertritt natürlich nur meine eigene Meinung und wie du schon meintest, die Wahl des CMS ist gleich der Wahl des richtigen Autos, da gehen die Meinungen auseinander.